(Wappen) Siebenbuerger Sachsen in Baden-Württemberg (Wappen)
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Kreisgruppe Karlsruhe


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– Die Kreisgruppe wurde auf Initiative von Robert Hienz am 22.2.1953 gegründet und trug anfangs den Namen "Bezirksverband der Siebenbürger Sachsen aus Karlsruhe und Umgebung". Diese Umgebung umfasste das Gebiet von Wörth (Pfalz) bis Oberkirch. Gründungsmitglieder waren ca. 30 Familien. Der erste Vorsitzende war Robert Hienz, aber nur sieben Monate lang.

– Es folgte die fünfjährige Ära des Vorsitzenden Georg Müller. Er setzte sich sehr für die vertriebenen Landwirte ein, vor allem für die staatliche Förderung von Eigenheimen und Nebenerwerbsstellen.

– Andreas Wagner leitete sieben Jahre lang die Kreisgruppe. Aus seiner Zeit sind erwähnenswert die Weihnachtsfeier mit 37 Kindern von ca. 50 Mitgliedern oder die 1962 eingerichtete siebenbürgische Heimatstube bei einer Karlsruher Landwirtschaftsausstellung, die damals ca. fünf Monate Vorbereitung erforderte, aber dann in der Lokalpresse lobend erwähnt wurde.

– Es folgte eine dreijährige Zwischenära mit Hans Gierling, ca. 80 Mitglieder.

– Peter Paul Reissenberger übernahm für vier Jahre die Leitung. Unter seiner Führung wurde die erste Paket- und Fachbücherhilfssendung sowie die Hilfe nach der Überschwemmung 1970 nach Rumänien mit zwei LKW-Transporten im Wert von ca. 2400 DM organisiert.

– Nach dem Rücktritt von Peter Paul Reissenberger war niemand bereit, den Vorsitz zu übernehmen, so dass die Kreisgruppe über vier Jahre von Mannheim aus geleitet wurde. Vor Ort war Georg Klusch stellvertretender Vorsitzender. Die Ära Klusch begann somit 1972 und endete 1997.

– Ab 1976 begann die Ära Paul Bortmes. Es war nicht die rühmlichste Zeitspanne für die Kreisgruppe. Paul Bortmes probte den "badischen Aufstand", d. h. er versuchte die badischen Kreisgruppen von Mannheim bis Lörrach unter seiner Leitung von Stuttgart zu trennen, was natürlich misslang, worauf er nach drei Jahren für ein Jahr zurücktrat und nach weiteren vier ganz abdankte.

– Nach einem weiteren Jahr ohne Vorsitzenden wurde 1985 Georg Klusch in dieses Amt gewählt. Er war in all den Jahren die Integrationsfigur der Karlsruher und verstand es, zusammen mit seiner Frau Rosel, die Geschicke zu aller Zufriedenheit zu leiten. In seiner Zeit erlebte das landsmannschaftliche Leben in Karlsruhe seine Höhepunkte. Als Beispiel dafür die Aktivitäten eines Jahres (1977): Jahreshauptversammlung, Fasching, zwei Heimabende, Tanz in den Mai (80 Teilnehmer), Muttertagsfahrt, zwei Wald

feste, Trachtenfestmitwirkung, Kulturabend, Kathreinenball und Weihnachtsfest.

– 1991 wurden aus Mitteln der Kreisgruppe für 1493 DM Pakete für 46 Angehörige der Kreisgruppe nach Rumänien geschickt.

– Ein besonderes Kulturereignis war im Juni 1994 das erste Treffen der siebenbürgischen Chöre aus Baden-Württemberg, wo zwar keine Preise verteilt wurden, der Singkreis (seit 1986 unter Leitung von Hermann Kraus) aber eine öffentliche Belobigung erhielt.

– Nach der Ära Horst Bonfert hat Frieder Latzina das Amt des Kreisvorsitzenden übernommen. Über das landsmannschaftliche Leben ist nicht sehr viel zu berichten. Die einstigen 37 Kinder von 1958 sind längst erwachsen und deren Kinder voll integriert, d. h. sie interessieren sich kaum noch für die Heimat ihrer Väter. So richten sich die heutigen Aktivitäten eher an die Senioren mit den monatlichen Treffen im Haus der Heimat, einem Diaabend, einem Ausflug und einem Grill- und Weihnachtsfest. Kein Tanz, keine Bälle, keine Heimatabende sind gefragt.

– Der Gesamtvorstand wird sich aber auch weiterhin bemühen, wenigsten diese Aktivitäten zu erhalten.


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