(Wappen) Siebenbuerger Sachsen in Baden-Württemberg (Wappen)
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Kreisgruppe Enzkreis-Pforzheim

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Dort, wo des Nordschwarzwaldes Höhen sich neigen, die Würm sich der Nagold nähert, um anschließend gemeinsam mit ihr in die Enz zu münden und ihren Lauf Richtung Neckar zu nehmen, dort, wo die Pfinz ihren Ursprung nimmt, um sich dem großen Vater Rhein zuzuwenden, an den Ausläufen des Heckengäus und des Strombergs finden wir den Enzkreis mit seinem Vorort Pforzheim, der Schmuck- und Uhrenstadt, Oberzentrum der Region Nordschwarzwald. Hier ließen sich schon in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die ersten Siebenbürger Sachsen nieder, nachdem sie den Entschluss gefasst hatten, nicht nach Siebenbürgen zurückzukehren, sondern hier eine neue Existenz aufzubauen. Persönlich erwähnt seien nur einige von ihnen wie Gustav Winzel in Illingen, der einen bedeutenden Teil der Stolzenburger Sachsen nach sich in die Gemeinde zog, Wilhelm Müller, Uhrmacher in Dillweißenstein, oder Architekt Eberhard Orendi, der sich hier niederließ und mit seiner Familie seinen Beitrag zum Aufbau des völlig zerbombten Pforzheim leistete.

Siebenbürger Sachsen
Wandernd die neue Heimat kennenlernen

Unter all diesen verdient Thomas Schuller eine besondere Erwähnung, da er, wie aus Unterlagen ersichtlich, schon im Jahre 1954 eine Kreisgruppe unserer Landsmannschaft ins Leben rief. Volle 30 Jahre stand er dieser Kreisgruppe als Vorsitzender vor und leistete mit einem zahlenmäßig noch begrenzten Vorstand erste Aufbauarbeit. Diese nutzten die vor allem ab den 70er Jahren massiv ausgesiedelten Siebenbürger Sachsen, die im Enzkreis und in der Stadt Pforzheim eine Bleibe fanden. Thomas Schuller suchte die Neuankömmlinge in den Übergangswohnunterkünften auf und half bei der Integration dieser Neubürger zugleich durch ihre Aufnahme in die Landsmannschaft. Altersbedingt beendete Thomas Schuller im Jahre 1984 seine aktive landsmannschaftliche Tätigkeit, ein verjüngter Vorstand wurde gewählt, das Zepter in der Führung der Kreisgruppe übernahm Heinz E. Fleischer, Technischer Oberlehrer, wohnhaft zur Zeit in der Enzkreisgemeinde Remchingen – Ortsteil Singen. Unterstützt durch einen erweiterten Vorstand leitet er heute noch die Geschicke dieser inzwischen zahlenmäßig gewachsenen Kreisgruppe.

Sein Stellvertreter Karl Johann Theil setzt sich für organisatorische Arbeiten ein, wobei der alljährliche Herbstball der Kreisgruppe hervorgehoben werden muss. Bei diesen Veranstaltungen wird Johann Theil von den Beisitzern im Vorstand Mathias Feierabend und Martin Thal unterstützt. Um kostengünstiger zu wirtschaften, sorgen sie selbst für das leibliche Wohl der recht zahlreichen Ballbesucher. So ist der Ball schon zur Tradition geworden und erfreut sich eines guten Zuspruches.

Die Verwaltung der Finanzen liegt in den Händen von Konrad Radel.

Für eine regelmäßige, umfassende Tätigkeit der Frauenarbeit sorgt Marianne Möckesch. Bei den monatlich regelmäßig stattfindenden Zusammenkünften des gut besuchten Frauenkreises wird zunächst ein von der Referentin ausgewähltes Thema besprochen, anschließend werden Neuheiten aus der alten Heimat oder dem neuen Umfeld ausgetauscht. Eine Adventsfeier gehört auch zu den Aktivitäten des Frauenkreises.

Auguste Graef, Kulturreferentin, ist zuständig für die Vorbereitung und Durchführung der alljährlich stattfindenden Busfahrt zum Heimattag in Dinkelsbühl und gemeinsam mit der Leiterin des Frauenreferates für den Tagesausflug mit Bus zu Kulturstätten und Naturschönheiten in Baden-Württemberg. Als Küsterin der Altstadtpfarrei Pforzheim sorgt Auguste Graef auch für die Bereitstellung der nötigen Räumlichkeiten für die Tätigkeit des Frauenkreises.

Für die soziale Betreuung sorgt Julius Henning, der, nachdem die üblichen ersten Hilfestellungen bei Beendigung des Aussiedlerzuzuges als abgeschlossen gelten können, weiter hilfebedürftige, vor allem ältere Landsleute bei Behördengängen und Schreibarbeiten unterstützt.

Im Bereich der Kreisgruppe ist ein siebenbürgischer Trachtenchor unter der Leitung von Lehrer Lorenz Zimmermann tätig. Er zeigt beachtliche Leistung bei verschiedenen Auftritten, u. a. bei der 850-Jahr-Feier der Besiedlung Siebenbürgens durch die Sachsen in der Paulskirche von Frankfurt a. M., beim Heimattag in Dinkelsbühl, bei Chortreffen, in Kirchen und auf einer Siebenbürgen-Tournee.

Eine beachtliche Tätigkeit leistet Eva Zenn durch die Betreuung der siebenbürgischen Stube im Haus der Landsmannschaften im Pforzheimer Stadtteil Brötzingen. Die Stube wurde mit viel Liebe und Kompetenz von ihr eingerichtet, immer neue Ausstellungsstücke kommen hinzu. Sie sorgt auch für periodische thematische Ausstellungen über Siebenbürgen, die im Ausstellungsraum des Hauses stattfinden. Bei dieser Arbeit wird sie von Marianne Möckesch unterstützt.

Die zuletzt erwähnte Tätigkeit erfolgt auch im Rahmen der Kreisgruppe des Bundes der Vertriebenen. Es besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen der Kreisgruppe der Siebenbürger Sachsen und denen des Bundes der Vertriebenen, vertreten durch die Vorsitzende Ursula Schack. Gut ist auch die Zusammenarbeit mit dem Vertreter des Hauses der Landsmannschaften Heinz Seeherr.

Dieser kleine Streifzug durch die Aktivitäten der Kreisgruppe soll verdeutlichen, dass die gewählten Vertreter im Vorstand den Zusammenhalt unserer siebenbürgischen Landsleute stärken, damit diese sich nicht verlassen fühlen in einer Welt, wo nicht alle Mitwohnenden für das Schicksal unseres Völkchens Verständnis haben.

Immer mehr unserer Landsleute sind in heimischen Vereinen um eine bessere Integration bemüht.


© 1999 Email schickenLandesgruppe@siebenbuerger-sachsen-bw.de, Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. spring an den Anfang des Dokumentes