(Wappen) Siebenbuerger Sachsen in Baden-Württemberg (Wappen)
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1. Baden, Württemberg und die Siebenbürger Sachsen

Balduin Herter


Bericht über institutionelle, individuelle und genealogische Beziehungen und Verbindungen zwischen Siebenbürgen und Baden-Württemberg

Bei einer Rückschau auf 50 Jahre Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Baden-Württemberg wird man auch fragen, ob und in welcher Weise bereits vor 1949 Kontakte zwischen Südwestdeutschland und Siebenbürgen bestanden haben. Darüber wollen wir nachfolgend einige Bereiche ansprechen und kurz beleuchten.

Zwischen 1945 und 1949

Wenden wir uns zunächst den Jahren unmittelbar vor 1949 zu. Der Zweite Weltkrieg war am 8. Mai 1945 zu Ende gegangen. Deutschland wurde in vier Besatzungszonen geteilt. Das Gebiet des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg war Teil der amerikanischen und der französischen Zone. 1946/47 entstanden hier drei Länder: Württemberg-Baden (nördl. Landesteile), Baden (südl. Landesteil) und Württemberg-Hohenzollern (südl. Landesteil). Im März 1948 wurde das Vereinigte Wirtschaftsgebiet der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszonen gebildet. Im Mai 1949 schließlich entstand die Bundesrepublik Deutschland (Grundgesetz vom 8.5.1949, verkündet am 23.5.49). Der Zusammenschluss der südwestdeutschen Länder zum Bundesland Baden-Württemberg erfolgte am 25.4.1952 (Verfassung vom 19.11.52). Aus der hier gestellten Sicht muss festgehalten werden, dass die französische Besatzungszone, also Südbaden und Südwürttemberg-Hohenzollern, bis 1948 für Flüchtlinge und Vertriebene verschlossen blieb.

Nach und nach kehrten einige sächsische Studenten, die an den Universitäten in Heidelberg und Tübingen, an den Technischen Hochschulen in Karlsruhe und Stuttgart oder an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim studiert hatten und von dort eingerückt waren, wieder dorthin zurück, um ihre Ausbildung fortzusetzen. Einige hatten das Glück, nicht in Kriegsgefangenschaft zu geraten, und konnten daher schon bald ihre Studien aufnehmen. Andere fanden nach ihrer Entlassung den Weg hierher. Weitere Heimkehrer, denen als ehemaligen Soldaten der Wehrmacht oder Waffen-SS der Weg nach Hause verbaut war, blieben in Deutschland und fanden Arbeit, vor allem in den zerbombten Städten. Ab 1947 kamen aus den Deportationslagern der Sowjetunion entlassene Frauen und Männer hinzu, die über Frankfurt/Oder nach Deutschland abgeschoben worden waren.

Über briefliche Informationen aus der Heimat fanden die nach Deutschland verschlagenen Siebenbürger Sachsen Kontakte zu Landsleuten. Es bildeten sich Kristallisationspunkte u.a. bei Dr. Erich Phleps in Nürtingen und Grete Csaki-Copony, der bekannten Kunstmalerin, in Stuttgart. Es entfaltete sich unter den jungen Frauen und Männern ein bescheidenes und geselliges Leben. Gerne erinnern sie sich an Kränzchen um das Kanonenöfchen, an Wander- und Fahrradausflüge auf die Schwäbische Alb, an Skifreizeiten im Allgäu, wo es freilich noch keine Skiliftanlagen gab. Man kochte gemeinsam gefülltes Kraut, Palukes und Mussaka, Kenner sammelten "Buretzen" (Pilze), auch geräucherte Würste und Icre konnten gelegentlich organisiert werden; die Milch freilich musste man beim Bauern, z.B. auf der Kuchalb, gegen "materielle Währung" eintauschen. Lebensmittel und Kleidung gab es nur auf Bezugsscheine, bis am 20. Juni 1948 die Währungsreform die angestaute Inflation beendete.

Im Frühsommer 1945 kamen aus Niederösterreich Landsleute nach Bayern, die mit den nordsiebenbürgischen Trecks 1944 die Heimat verlassen hatten. Sie wurden vor allem in Mittelfranken angesiedelt. Etliche verließen bald den landwirtschaftlich geprägten Raum und suchten in den Städten Arbeit und Fortkommen. Mehrere gingen nach Stuttgart, und so fanden sich hier Landsleute aus Zendersch und andern Gemeinden. Man traf sich bei Nachbarschaftsabenden, z. B. im Lorenzbau, später auf der Gerocksruhe zu Unterhaltung und Tanz. Es wurde gerne sächsisch gesprochen, man tauschte Nachrichten aus.

Die in den südwestdeutschen Raum zugezogenen Frauen und Männer haben sich in verschiedenen Berufen eingerichtet, als Handwerker und Kaufleute, als Architekten und Ingenieure, als Ärzte und Journalisten, als Universitätsprofessoren und Pfarrer, als Unternehmer, Arbeiter usw. Einige wenige, die in der Gruppe hervorgetreten waren, sind mir erinnerlich. Dabei ist mir bewusst, dass die folgende Aufzählung unvollständig ist und ergänzt werden müsste: Prof. Klaus Coulin, Brigitte Csaki, Prof. Hans Marko, Prof. Paul Klein, Dr. Hans Ambrosi, Bildhauer Walter (Dozze) Heitz, der am Matterhorn tödlich verunglückte, die Journalisten Alfred Coulin, Edwin Konnerth und Oskar Kraemer, die Architekten Hans-Wolfram Theil und Christian Kimm, die Ärzte Dr. Erich Phleps und seine Söhne Dr. Roland und Dr. Heinrich Phleps, Dr. Wilhelm Müller-Marienburg, Dr. Hans Mooser, Dr. Hans Hager (später Köln), dann Otto Müller, Stadtrat und Fraktionsführer im Stuttgarter Gemeinderat, Julius Zimmermann, die Firmeninhaber Gebrüder Fiala sowie Langer, Glienke & Co., Julius Wonner und Bruder, Ferentzi & Kessler, Etter-Keramik, Hans-Martin Andree, "Intersport" Elektrogroßhandel Licker, Druckerei Otto Schwarz, Ernst Honigberger (Gründer einer Kunst- und Musikschule in Wehr).

Es wären noch viele zu nennen, die in der vorlandsmannschaftlichen Zeit zur siebenbürgischen Gruppenidentität beigetragen haben, so z. B. die drei Burzenländer, auf die die später stark angewachsene landsmännische Gruppe in Tuttlingen zurückgeht: Lehrer Michael Salmen aus Weidenbach, Bankkaufmann Otto Dück aus Zeiden und Metzger Georg Folberth aus Heldsdorf. Ein anderes Beispiel finden wir in Sachsenheim bei Bietigheim, wo vor allem Agnethler durch die Baufirma ihres Landsmannes Julius Wonner heimisch wurden.

Das Badnerland dürfen wir auch nicht vergessen. Von Heidelberg berichtet der spätere Remstaler Galerist Rolf Brotschi u.a.: "Wer einen neuen Überlebenden des Krieges, einen Klassenfreund, Schulfreund und andere Bekannte entdeckte, verkündete seine Adresse in alle Himmelrichtungen, und so wussten wir sehr bald, wer wo zu finden war. In Heidelberg traf ich meinen alten Freund Heinz Miess, der bereits sein erstes Jurasemester hinter sich hatte, und wir beide bildeten sozusagen den Kern eines entstehenden Freundeskreises, welchem sich nach und nach eine Reihe von Landsleuten anschlossen. Noch 1946 gründeten wir die erste ,Nachbarschaft‘ der Siebenbürger Sachsen in Heidelberg, allerdings nur dem Namen nach in der siebenbürgischen Tradition, dafür mit einer vorwiegend gesellschaftlichen Note, die also ihren Zweck darin sah, für ihre Mitglieder möglichst oft und möglichst interessante, feuchtfröhliche Zusammenkünfte zu organisieren. Es war eine lose Verbindung, mehr ein Freundeskreis, der als Verband in keinem Register eingetragen war. Zum Nachbarhann wurde der schon während des Krieges in Heidelberg studierende, 1946 bereits fertige Diplom-Kaufmann Gerhard Taute (Heltau) gewählt, der die Brukenthalschule 1940 verlassen hatte. Ihm zur Seite stand sein Bruder Günter Taute, der den Posten eines Büttels übernahm und die Aufgabe hatte, alle Mitglieder über alles zu informieren. Telefone gab es damals für Studenten noch nicht, auch sonst waren sie sehr selten. Und so musste der Büttel von einem zum anderen laufen, um seine Neuigkeit oder Einladung los zu werden. Wir unternahmen fast alles in der Gemeinschaft, Kino- und Theaterbesuche, Konzerte und Bälle, "Unsere kleine Stadt" im Zimmertheater, Jehudi Menuhin, Elly Ney, Gerhard Taschner in der Aula, Heinz Erhard im "Bachlenz", den Medizinerball im Alten Schloss und die Schlossbeleuchtung mit Feuerwerk, Philosophisches bei Karl Jaspers. Und schließlich gab es viele Feiern im privaten Bereich, immer wenn sich eine Gelegenheit ergab oder wenn jemand etwas zum Trinken organisiert hatte. In diesen Hungerjahren mit den kältesten Wintern – 1947 war der Neckar zugefroren, so dass man mit Fahrzeugen von einem Ufer zum anderen gelangen konnte – holten wir trotz Ungemach manch guten Tropfen auf Schleichwegen aus der Pfalz, die ja in der französischen Zone mit kontrollierten Grenzübergängen lag, und stellen heute nachträglich fest, dass unsere "Nachbarschaft" sich in all ihren Belangen ganz vorzüglich bewährt hatte. Ein Zentner Kohle, den man damals pro Kopf und Winter bekam, reichte bei sparsamstem Verbrauch kaum eine Woche lang. Wir legten also unsere Vorräte zusammen und beheizten nur ein einziges Zimmer, das kleinste, wo es dann immer erträglich warm war und wo alle ihre Hausarbeiten verrichten konnten, und, was nicht unwichtig war, wo man immer jemanden antreffen konnte, wenn man etwas auf dem Herzen hatte. Zum Schlafen ging man dann ins eigene eiskalte Zimmer und zog sich nicht aus, sondern besonders dick an. Ohne eine ausgesprochene oder vereinbarte Übereinkunft ergab sich auch ganz von selbst, dass man alles miteinander teilte, was man herbeischaffte oder durch Freunde oder gute Beziehungen der Eltern von Amerika als CARE-Paket erhielt. Wenn etwas Essbares da war, so hatten alle etwas zu essen, und wenn einer Zigaretten hatte, konnte jeder Raucher etwas abkriegen. Ich denke, dass wir aus unserer Erziehung, die wir von zu Hause mitbekommen haben, von unserer Schule, durch den Sport in der Gemeinschaft, vor allem durch den Mannschaftssport oder auch durch den "Wandervogel" einen bedeutenden Beitrag zu diesem sozialen Verhalten bezogen haben, von dem sich Einheimische und Ausländer immer wieder angezogen fühlten und dann mitmachten, als hätten sie immer schon dazugehört. ... Einige von uns, die gleich nach Kriegsende bei Landwirten als Knechte gearbeitet hatten, zu denen auch ich gehörte, nutzten ihre Beziehungen zu den früheren Arbeitgebern und beschafften hie und da einen Topf Zuckerrübensirup (begehrter Brotaufstrich), Brot, Speck oder ein paar Eier ..."

Übersicht


Die ersten organisatorischen Einrichtungen

Am 10. November 1945 hatte die Landesverwaltung Württemberg-Baden in Stuttgart ein "Staatskommissariat für das Flüchtlingswesen" eingerichtet. Es nahm sich der aus dem Osten hereinströmenden Flüchtlinge an, die z.T. in Bahntransporten aus ihren Heimatländern ausgewiesen worden waren. In den "Vorläufigen Richtlinen für die Betreuung der Flüchtlinge und Vertriebenen" vom 26. September 1946 sind die Aufgaben skizziert, die den Personenkreis bestimmen, die Art der Betreuung und die Behörden benennen sowie die Kosten regeln. Das "Gesetz über die Aufnahme deutscher Flüchtlinge (Flüchtlingsgesetz)" vom 14. Februar 1947 löste die "Vorläufigen Richtlinien" ab und eröffnete weitere Hilfsmöglichkeiten für die Zuwanderer in dem zerstörten Land (Kolb, 1990, 68, 178).

Über die Anfänge einer organisierten Vertretung der Siebenbürger Sachsen in Deutschland wird uns berichtet: "Schon im August 1945 hatte unser Landsmann Dr. Otto Appel (1918–1990), in Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Flüchtlingsgruppen, eine Hilfs- und Beratungsstelle für Rumäniendeutsche als Nebenstelle des Bayerischen Roten Kreuzes in München eröffnet. Neben Beantwortung von zahllosen Anfragen hatte sie auch die Aufstellung einer möglichst vollständigen Kartei der überall in Deutschland verstreuten Landsleute zum Ziele. Als in der Folge dieser und ähnlichen Stellen von der amerikanischen Besatzungsbehörde, die wohl eine politische Betätigung derselben befürchtete, Hindernisse in den Weg gelegt wurden, fand man ab 1. Juli 1946 den Anschluss an das Hauptbüro Bayern des Evangelischen Hilfswerks (München, Wagmüllerstr. 23). Am 28. August 1946 fand in Frankfurt (Main) eine von dem Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in Deutschland veranlasste Vertreterversammlung der vertriebenen Ostkirchen statt. Sie hatte zum Ziel, diese Kirchen in das Hilfswerk einzugliedern. In der Folge sind aus dieser ersten Vertreterversammlung die einzelnen Hilfskomitees und der Ostkirchenausschuss hervorgegangen. Seit dem 6. Januar 1947 arbeitete dann die Hilfs- und Beratungsstelle als ‚Hilfskomitee der Siebenbürger Sachsen und evangelischen Banater Schwaben im Hilfswerk der Evangelische Kirche in Deutschland‘... In der am 6. Februar 1947 in München abgehaltenen Versammlung, an der 142 Vertreter teilnahmen, wurde Pfarrer Gottfried Rottmann (1886–1959) zum Vorsitzenden, Pfarrer Anton Elsholz (1889–1960) zum Stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Otto Appel zum Geschäftsführer sowie ein Vorstand gewählt, der sich aus sechs geistlichen und zehn weltlichen Vertretern zusammensetzte" (Licht der Heimat, 1957).

Hinzuzufügen ist, dass in Oberösterreich, wohin viele Gemeindetrecks aus Nordsiebenbürgen gekommen waren, von der amerikanischen Militärverwaltung inzwischen eine Hilfsstelle zugelassen worden war. Die Abteilung Rumänien der Bezirksstelle Ried im Innkreis des Volksdeutschen Komitees leiteten Dir. Dr. Ernst Friedrich Beer (1886–1952) und Generaldechant Dr. Carl Molitoris (1887–1972).

Am 15. Oktober 1947 übernahm Pfarrer Hans Henrich (1913-1975) die Leitung des Hilfskomitees, nachdem Pfarrer Rottmann den Vorsitz des Hilfskomitees krankheitshalber niedergelegt hatte. Sein Nachfolger als Hilfskomitee-Vorsitzender war ab 23. Januar 1949 der Schriftsteller Fritz-Heinz Reimesch (1892–1958) und dessen Stellvertreter Pfarrer Gottfried Rottmann. Die inzwischen in Hauptstelle umbenannte Zentralstelle des Hilfskomitees der Siebenbürger Sachsen und evang. Banater Schwaben in München war im Sommer 1948 nach Stuttgart verlegt worden. Hermine Höchsmann (*1910) übernahm das Amt der Hauptgeschäftsführerin. Ihr Ausweis wurde viersprachig, in deutscher, englischer, französischer und russischer Sprache, vom Zentralbüro des "Hilfswerks der Evangelischen Kirchen in Deutschland im Wiederaufbau-Werk des Weltrats der Kirchen in Genf" in Stuttgart, Stafflenbergstraße, ausgestellt. Frau Höchsmann blieb bis 31.12.1949 in dieser Position und wechselte dann in den Schuldienst. Das Hauptbüro des Hilfskomitees war zuerst in Bad Cannstatt (Liebenzellerstr. 14, dann Marienbaderstr. 11), danach in Stuttgart-West (Johannesstraße 23) eingerichtet und ab 1949 in Stuttgart-Ost (Archivstraße 18). In München blieb inzwischen eine "Landesstelle Bayern im Hilfswerk der Evang. Kirche in Deutschland", die unter der Leitung von Dr. Appel in der Himmelreichstraße 3 eingerichtet war. Dorthin ist später dann die Hauptgeschäftsstelle des Hilfskomitees wieder zurückgekehrt (Heimatbrief, 1949).

Am 1. Januar 1950 übernahm Oskar Kraemer (1885-1970) die Leitung des inzwischen als Landesstelle Württemberg eingerichteten Büros des Hilfskomitees. Im Jahre 1958 wurde er auch zum Vorsitzenden des Landesverbandes Baden-Württemberg der Landsmannschaft gewählt. Er sollte bald noch eine bedeutendere Rolle für unsere Gemeinschaft im Südwesten spielen, als er den "Hilfsverein Johannes Honterus" gründete und Initiator des Altenheimes in Gundelsheim wurde. Kraemer hatte als Journalist beim "Budapester Tageblatt" gearbeitet, war Mitgründer und Chefredakteur der "Deutschen Tagespost" in Hermannstadt (1914–1922) und danach beim "Bukarester Tagblatt" (1922–1934) tätig; er publizierte darüber hinaus in der Zeitschrift "Karpathen" und war nach 1945 als Mitherausgeber und Redakteur bei verschiedenen Periodika in Berlin, Wien, Altdorf bei Nürnberg und Konstanz publizistisch tätig. Unsere Landesgruppe sieht seinen besonderen Verdienst und die Krönung seines Lebenswerkes in der Gründung des "Heimathauses Siebenbürgen" auf Schloss Horneck in Gundelsheim/Neckar (Philippi, 1979,109 ff). Zugleich wurde von ihm die Voraussetzung für die Unterbringung unseres Kulturzentrums geschaffen, das heute die Sammlungen und Institutionen Bibliothek, Archiv, Arbeitsstelle, Museum, Bildergalerie, Kulturrat und Siebenbürgen-Institut umfasst. Nach Kraemers Tod hat sein Nachfolger, Balduin Herter (*1926), die Hilfskomitee-Landesstelle von Stuttgart nach Gundelsheim verlegt und bis 1981 von hier aus geleitet.

Das Hilfskomitee hatte Landesstellen in Baden, Bayern, Braunschweig, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Württemberg. Letztere wurde von Brigitte Csaki (*1918) in Stuttgart, Stälinweg 16, geleitet; Edda Moeferdt war bis zur Währungsreform (1948) tätig. Als ehrenamtliche Mitarbeiter wirkten mit: StR Adolf Liess, Dr. Adolf Mathias, Dipl.-Ing. Hans-Wolfram Theil. Die Kreisstellen des Hilfskomitees in Württemberg waren seit 1946/47 eingerichtet in: Aalen (Dr. Julius Haltrich), Backnang (Michael Theil), Böblingen (Hedwig Herbert), Esslingen (Pfr. Arthur Schuster), Göppingen (Josef Michels, Pfr. Gustav Seidel), Heidenheim (Dankwart Reissenberger), Heilbronn (Dr. Otto Baku), Künzelsau (Anneliese Barthmes) Ludwigsburg (Prof. Karl-Rupprecht Alberti), Leonberg (Alida Birkner), Mergentheim (Anneliese Barthmes), Nürtingen (Dr. Erich Phleps), Oehringen (StR Erwin Lurtz), Schwäbisch Gmünd (Elli Morres, Heinrich v. Bartesch), Schwäbisch Hall (Wilhelm Maetz), Ulm (Erna Zerelles), Vaihingen/Enz (Theobald Dürr), Waiblingen (Wilma v. Alföldy, Richard Wagner) (Archiv, Gundelsheim).

Bis zum Jahre 1949 gab das Hilfskomitee an die Landsleute ein hektografiertes Rundschreiben in loser Folge heraus. Ab April 1949 erschien dann der "Heimatbrief der Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben" in gedruckter Form im Format DIN A5, herausgegeben von Fritz-Heinz Reimesch unter der Mitarbeit von Heinrich Zillich (1898–1988), Gottfried Rottmann, Hermine Höchsmann und Brigitte Csaki. Ein kirchlicher Arbeitskreis, den Prof. Dr. Dr. Erich Roth (1917–1956) und Brigitte Csaki leiteten, veranstaltete Rüstzeiten in Stuttgart (1947), auf Burg Stettenfels bei Heilbronn (1948), auf Burg Hohenzollern (1948), in Blaubeuren (1949), Stein bei Nürnberg und Rothenburg o.d.T. (1950), Neufürstenhütte (1951) und in Uffenheim (1952) (Licht der Heimat, 1956).

Aus den Reihen der Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft und Deportation, die nach Nordbaden und Nordwürttemberg, speziell auch nach Stuttgart kamen, entwickelten sich die Jugendtreffen auf dem Stuttgarter Frauenkopf und erwuchsen die Initiatoren des "Arbeitskreises junger Siebenbürger Sachsen" (1952), des Vorläufers des "Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde" (1962). Dazu gehörten u.a. Ernst Wagner, Paul Philippi, Andreas Möckel und Balduin Herter, die damals in Baden-Württemberg lebten, sowie der Badener Dr. Otto Mittelstraß, der Gründungsvorsitzende des Landeskunde-Arbeitskreises.

Während der Amtszeit von F. H. Reimesch als Vorsitzender des Hilfskomitees wurde am 26. Juni 1949 der "Verband der Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben in Deutschland" gegründet, wobei Reimesch in Personalunion zusätzlich den Vorsitz des Verbandes übernahm. Am 11. Februar 1950 trennten sich die beiden rumäniendeutschen Gruppen, und es entstand die "Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland", während die Banater Schwaben ihre eigene Organisation gründeten.

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Vielfältige Beziehungen

Auch vor 1945 bestanden Beziehungen zwischen Siebenbürgen und Südwestdeutschland. Am "Deutschen Auslands-Institut", dem heutigen "Institut für Auslandsbeziehungen" am Stuttgarter Charlottenplatz, war ab 1933 ein Siebenbürger Sachse Leiter dieser Einrichtung: der Hermannstädter Kulturhistoriker Dr. Richard Csaki (1886–1943). Zu den Förderern dieses Instituts, das 1917 vom württembergischen König Wilhelm II. gegründet worden war, gehörte neben illustren Persönlichkeiten wie Paul v. Hindenburg, Gustav Stresemann, Carl Duisberg, Hugo Eckener auch der Sachsenbischof D. Dr. Friedrich Teutsch (1852–1933). Eine steinerne Gedenktafel im Bibliotheksbereich des Instituts (heute öffentlich nicht zugänglich) hält ihre Namen fest (Ritter, 1976 56). Die Sammlungen dieses Hauses enthalten beachtliche Bestände an Transsylvanica, was dazu geführt hatte, dass das Institut mit dem Gundelsheimer "Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde" jahrelang fruchtbar zusammenarbeitete. Als Mitarbeiter des Auslandsinstituts erstellte Balduin Herter 1955 mit Unterstützung einiger Studenten an südwestdeutschen Universitäten den ersten Nachweiskatalog über siebenbürgisches Schrifttum in Deutschland (Wege landeskundlicher Forschung,1988, 195 f). Vor allem durch die langjährige Förderung des Institutsleiters Dr. Michael Rehs (1927–1989) war Herter seit 1970 Geschäftsführer der Gundelsheimer Arbeitsstelle und als Referent für transsilvanische Forschung im Institut fest etabliert. Vielfältige kulturelle Kontakte und handfeste Unterstützungen gingen damals und gehen noch heute von Stuttgart nach Siebenbürgen (König, 1990, 252 f).

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg und vermutlich auch davor bestanden Verbindungen zwischen Siebenbürgen und Südwestdeutschland, die wir jedoch nur an einigen wenigen Beispielen nachweisen können. Der Schlossermeister Johann Mill-Müll aus Zeiden war sicher nicht als Einziger im Ländle "auf der Walz", als er 1906 das Schwabenmädel Pauline geb. Jutzi heiratete, das ihm in seine Heimat folgte. Anfang der 30er Jahre studierte D. Albert Klein (1910–1990), Sachsenbischof von 1969 bis 1990, in Tübingen; seine Ehefrau Maria geb. Walcher aus Ravensburg ging mit ihm nach Siebenbürgen (Liebig, 1998). Angesichts der vielfältigen Kontakte entlang des Donaustroms, an denen sicher auch viele Handwerker beteiligt waren, wenn sie auf Wanderschaft gingen, werden uns vermutlich noch manche Einsichten ins Haus stehen.

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Verbindungen zu Universitäten des Landes

Ein Blick in die fernere Vergangenheit weist mancherlei Beziehungen auf. Über Jahrhunderte hinweg haben Studenten aus Siebenbürgen die Universitäten in Tübingen (Philippi, 1977, 139; 1979, 153) und in Heidelberg – hier an der reformierten Hochschule allerdings ungarische Siebenbürger (Teutsch, 1872, 182 ff) – besucht. Im Zeitraum von der Reformation bis zum Jahre 1700, als die meisten sächsischen Studenten bevorzugt in Wittenberg (767) und Königsberg/Ostpreußen (136) studierten, finden wir in Heidelberg nur 16 und in Tübingen 20 Siebenbürger Sachsen immatrikuliert (Wagner, 1998).

Als ehemalige Tübinger Studenten treten siebenbürgische Landsleute in Erscheinung, wie der um 1553 in Sindelfingen amtierende Pfarrer Georg Reipchius (Reinerth, 1979, 85) und seine zwei Kronstädter Landsleute: Georg Ostermayer, der um 1557 in Tübingen, Esslingen, Bietigheim, Heilbronn und Stuttgart als Organist und Komponist gewirkt hat (v. Rauch, 1924, 149 ff), und Marcellus Honterus, der zweite Sohn von Johannes Honterus, der 1569 als Stipendiat am Theologischen Stift der Universität Tübingen eingeschrieben war (Schmid, 1993, 58 ff). Später war Stephan Ludwig Roth kurz Tübinger Student gewesen. Um 1855 existierte hier während weniger Semester gar eine siebenbürgische Studentenverbindung "Corps Transsylvanica zu Tübingen" (Schmidgall, 1979, 160 ff).

Der sächsische Volkswirtschaftler, Politiker und Kirchenkurator Dr. Carl Wolff (1849–1929) studierte 1868 in Heidelberg, wenige Jahre nach ihm (1870) der Sachsenbischof D. Dr. Friedrich Teutsch (1852–1933), der hier seine Doktorarbeit "Die Union der drei Nationen in Siebenbürgen" schrieb (Philippi, 1972, 51). Hermann Oberth (1894–1989) reichte 1922 in Heidelberg seine wissenschaftliche Abhandlung "Die Rakete zu den Planetenräumen" ein, wurde jedoch abgewiesen, weil keiner der in Betracht kommenden Doktorväter sie wissenschaftlich beurteilen konnte.

Zum Abschluss nennen wir noch einige herausgehobene Landsleute, die in unseren Tagen in Baden-Württemberg studiert und gewirkt haben, allerdings ohne Gewähr auf Vollständigkeit: Prof. Dr. Dr. Hermann A. Hienz, Prof. Dr. Bruno Knall, Bischof D. Dieter Knall, Prof. Dr. h.c. Walter König, Prof. Dr. Hans Marko, Prof. Dr. Andreas Möckel, Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Philippi, Prof. Dr. Dr. Erich Roth, Prof. Helmut Sadler, Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Harald Zimmermann.

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Wanderungen im 18. und 19. Jahrhundert nach Siebenbürgen

Aus genealogischen Forschungen lässt sich ableiten, dass vielfältige Beziehungen zwischen dem deutschen Südwesten und Siebenbürgen vorliegen. Welchen Umfang die Zuwanderungen von Einzelpersonen aus Württemberg und aus Baden nach Siebenbürgen gehabt haben, kann heute noch nicht definitiv nachgewiesen werden. Die Sektion Genealogie im Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde hat unlängst erste Vorarbeiten zu einer diesbezüglichen Migrationsforschung eingeleitet (Herter, 1997, 57; 1998, 95 f).

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Aus Baden

Bekannt ist die im Jahre 1744 in Baden einsetzende Gruppenauswanderung nach Siebenbürgen. Es waren um die 530 Personen, die damals vom evangelischen Markgräflerland nach Siebenbürgen zogen. Von ihnen haben sich viele Familien in Mühlbach (Durlacher Vorstadt, Durlacher Gasse) niedergelassen (Folberth, 1979, 121 ff; Hacker, 1979, 59 ff; Mittelstraß 1979, 70 ff). Dr. W. Groos aus Karlsruhe besuchte 1913 die nach Ungarn ausgewanderten Badener (Groos, 1913,301). Prof. Friedrich Metz (Universität Freiburg), Johannes Künzig und Karl Seith (Seith, 1940/41; 1951/52) und sächsischerseits Ludwig Klaster, der nachmalige Pfarrer in Urwegen (Klaster, 1941, 90–148) und zuletzt Werner Hacker, Otto Mittelstraß sowie Gustav Gündisch sind den Spuren der badischen Einwanderer nach Siebenbürgen erfolgreich nachgegangen (Gündisch, 1978, 3 ff).

Im Hanauer Land zwischen Kehl und Rastatt (damals zu Hessen-Darmstadt) und in der Herrschaft Lahr (damals zu Nassau-Saarbrücken), erfasste 1770 viele Familien das "Emigrationsfieber" und sie wanderten nach Siebenbürgen aus (Hacker, 1979,60).

Auch aus dem reichsritterschaftlichen Gebiet Ortenau zogen damals von Allmannsweiler und Nonnenweier einige Familien nach Siebenbürgen (Brotschi, 1977, 32 ff).

Im siebenbürgischen Komitat Sathmar wurde 1776 eine Gruppe Markgräfler in Hadad auf dem Gut des Grafen Wesselényi angesiedelt (Teutsch, 1922, 116).

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Aus Württemberg

1753 werden zwölf Familien aus Talheim bei Heilbronn genannt, die sich in Hamlesch niedergelassen haben (Schuller, 1926, 385, 467 f). Ob die Hamlescher Familienforscher ihre Spuren verfolgt haben?

Die letzte größere Zuwanderung aus dem deutschen Südwesten erfolgte 1845–48 aus dem Königreich Württemberg. Die Anzahl der Schwabeneinwanderer wurde von siebenbürgischen Publizisten früher mit 1460 bzw. 1885 Personen genannt (Hann, 1846; Folberth, 1969, 181 ff, Kroner, 1982, 95 ff). Die von uns in den letzten Jahren angelegten rund 800 Familienblätter enthalten die Daten von 2514 Personen, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts von Württemberg nach Siebenbürgen auf den Weg begaben. Die Dunkelziffer der Rückkehrer ist nicht bekannt, dürfte jedoch teilweise nicht gering gewesen sein. Am stärksten waren als Auswanderungsgebiete betroffen: Oberamt Balingen (518 Personen), Oberamt Tübingen (383 Personen), Oberamt Rottenburg/Neckar (326 Personen), es folgen die Oberämter Schorndorf, Waiblingen, Backnang, Marbach, Besigheim und Sulz. Gründe für die Auswanderung waren vor allem Trockenheit, Hagel, Missernte, Hungersnot, Armut, Kinderreichtum, karger Boden. Der Siebenbürgisch-Sächsische Landwirtschaftsverein war bemüht die Landwirtschaft zu heben, wofür Stephan Ludwig Roth Landwirte aus Württemberg anwerben wollte, was ihm jedoch nur begrenzt gelang. Unter den Einwanderern waren lediglich 12 % Landwirte und Weingärtner, 45 % waren Handwerker und 43 % ohne Berufsangabe (Herter, 1999).

Einige Beispiele für weiterführende familiengeschichtliche Forschungen mögen aufzeigen, dass unter den Württemberger Nachfahren Ansätze vorhanden sind, sich mit ihrer Familiengeschichte zu befassen. Die Auswahl der folgenden Familien haben wir aufgrund von Zuschriften ermittelt, die wir auf mehrere Aufrufe erhalten haben. Wir nennen einige der Auswanderer und ihre jeweiligen Auswanderungs- und Niederlassungsorte, jedoch ohne letzte Gewähr, denn sie beruhen auf brieflichen Mitteilungen, die wir nicht nachprüfen konnten:

Apfelbach aus Bempflingen in Kronstadt, Hermannstadt; Bahmüller aus Plüderhausen in Agnetheln, Kronstadt; Baumann aus Erligheim/Besigh. in Broos, Mühlbach, Kronstadt; Blickle aus Bitz in Mediasch; Blocher aus Täbingen in Rotberg; Breckle aus Groß-Heppach/Waibl. in Groß-Schenk; Danhammer aus Ebingen in Zeiden; Dold aus Trichtingen/Sulz in Neustadt/Burzenland; Gerst aus Grunbach/Remstal in Mediasch; Göckler aus Brucken/Teck in Mediasch, Baassen; Götz aus Ebingen in Rotbach, Heldsdorf, Kronstadt; Gonser aus Pfeffingen in Mediasch, Schässburg; Haasis/Hasis aus Pfeffingen in Agnetheln; Haldenwang aus Ofterdingen in Dt.-Pien, Kronstadt, Hermannstadt; Hartmann aus Adelberg/ Schornd. in Groß-Scheuern; Herter aus Ebingen bzw. Zillhausen in Kronstadt, Zeiden; Herter aus Pfeffingen in Hermannstadt, Bukarest, Kronstadt, Schässburg; Höhr aus Sindelfingen in Burgberg; Jäckle/Jeckle aus Illingen in Mühlbach; Knödler aus Waldhausen/Marbach in Mediasch; Kuttler aus Stockach/ Reutl. in Hermannstadt; Landenberger aus Ebingen in Birthälm, Mediasch; Locher aus Truchtelfingen in Mediasch, Wurmloch, Gr.-Schenk; Lorch aus Winterlingen in Mühlbach; Maier aus Bodelshausen in Marienburg, Brenndorf, Zeiden, Kronstadt, Wolkendorf; Maier aus Mähringen in Tartlau; Nissler aus Sindelfingen in Agnetheln, Reußmarkt; Pfingsttag aus Schönaich/Böbl. in Streitfort; Reiff aus Riederich/Urach in Scharosch, Bulkesch, Mediasch, Seiden, Heltau; Rein aus Kusterdingen in Broos; Röcker aus Ofterdingen in Mühlbach; Steinmeier aus Hohenhaslach in Wurmloch, Martinsdorf, Mediasch; Stotz aus Mössingen in Kronstadt, Neustadt, Zeiden; Vötsch aus Streichen/Balingen in Mühlbach

Dieses ist, wie betont, nur eine kleine Auswahl derjenigen, die sich intensiver mit ihrer Familiengeschichte beschäftigen.

Einige von diesen Familien haben bereits in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts von Siebenbürgen aus Verbindung mit ihren Vettern in Württemberg aufgenommen und gepflegt. Unter dem Titel "Wiederfinden nach 120 Jahren. Familiäre Beziehungen zwischen Siebenbürgen und Württemberg" haben wir vor Jahren auf den derzeitigen Aspekt der Familiengeschichtsforschung hingewiesen (Herter, 1978, 7 f). Wir regten an, genealogisches Quellenmaterial sowohl im Auswanderungsgebiet wie auch im Einwanderungsland zu sichern, damit sowohl für Württemberg bzw. Baden wie für Siebenbürgen Forschungsunterlagen zur Verfügung stehen. Zugleich ist es unser Anliegen, anhand von Beispielen sogenannte "genealogische Brücken" zu bauen. Einer der beiden "Brückenpfeiler" – um im Bilde zu bleiben – steht im württembergischen bzw. badischen Auswanderungsort, der andere im Ansiedlungsort in Siebenbürgen (Herter, 1994, 49 ff).

Über diese letzte größere Wanderbewegung nach Siebenbürgen, die in der Mitte des vorigen Jahrhunderts von Württemberg aus erfolgte, hat die Stuttgarter Öffentlichkeit vor einigen Jahren durch einen Festvortrag Kenntnis erhalten: Otto Folberth sprach am 29. März 1969 im Weißen Saal des Neuen Schlosses, veranstaltet vom Schwäbischen Heimatbund und der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen, über: "Stephan Ludwig Roth und das Schwabenland. Das Wagnis einer siebenbürgisch-sächsischen Kolonisation im Vormärz". Theodor Heuss (1884–1963), der ehemalige Bundespräsident, selbst ein Württemberger, beschäftigt sich in seinem Buch "Schattenbeschwörung. Randfiguren der Geschichte" (1947) mit dem als "Schwabenkönig" bezeichneten St. L. Roth und der von ihm initiierten Schwabeneinwanderung.

Übersicht


Literatur

Archiv der Siebenbürgischen Bibliothek Gundelsheim, Bestand Hilfskomitee (B. III, 1;8).

Brotschi, Rolf, 1977: Eine Ergänzung zu den Herkunftsorten der Einwanderer nach Mühlbach im 18. Jahrhundert. In: Korrespondenzblatt d. Arbeitkreis für Siebenbürgische. Landeskunde 7, 32 ff.

Folberth, Otto, 1969: Durlacher und Hanauer in Siebenbürgen. In: Schwäbische Heimat, 181 ff.

Folberth, Sepp, 1979:Durlacher und Hanauer in Siebenbürgen. In: Jahrbuch / Hauskalender 24, 121 ff.

Gross, W., 1913: Deutsche im Osten. In: Karlsruher Zeitung Nr. 298/1913, 301.

Gündisch, Gustav, 1978: Zur Einwanderung der Baden-Durlacher nach Mühlbach. In: Zeitschrift für Siebenbürgische. Landeskunde 1, 3 ff.

Hacker, Werner, 1979: Zur Auswanderung aus dem südlichen Oberrheingebiet nach Siebenbürgen im 18. Jahrhundert. In: Zeitschrift für Siebenbürgische. Landeskunde 2, 59 ff.

Hann, Fr., 1846: Bericht des Vereins-Sekretärs über die am 6.6.1846 zu Mühlbach gehaltene Versammlung des Siebenbürgisch-sächsischen Landwirtschafts-Vereins. In: Siebenb. Volksfreund 24.

Heimatbrief 1(1949): S.12; (Archiv der Siebenb. Bibliothek Gundelsheim, Bestand Hilfskomitee).

Herter, Balduin, 1978: Wiederfinden nach 120 Jahren. Familiäre Beziehungen zwischen Siebenbürgen und Württemberg. In: Der Gemeinsame Weg 3, 7 ff.

Herter, Balduin, 1987/98: Siebenbürgische Familienforschung 14, S. 57; 15, S. 93, 95 f.

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König, Walter, 1990: Dr. Michael Rehs. In: Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde 13, 252 ff.

Kolb, Monika, 1990: Flüchtling, Neubürger, Unterländer. Heilbronn. 68 f., 178

Kroner, Michael, 1982: Die Schwabenkolonisation in Siebenbürgen von 1845-1846. In: Jahrbuch/ Hauskalender 27, 95 ff.

Licht der Heimat 1956, Nr. 32.

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Liebig, Sabine, 1998: Eine Frau geht ihren Weg von Ravensburg nach Siebenbürgen. Frankfurt am Main.

Mittelstrass, Otto, 1979: Das Herkunftsgebiet der Durlacher und Hanauer Transmigranten des 18. Jahrhunderts. In: Daselbst, 70 ff.

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Philippi, Paul, 1972: Akademische Feierstunde für Bischof Friedrich Teutsch. In: Korrespondenzblatt des Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde 2, 51 f.

Philippi, Paul, 1979: Predigt am Sarge von Oskar Kraemer. In: Oskar Kraemer, Von diesen Menschen einer. München, 109 ff.

von Rauch, M., 1924: Georg Ostermayer aus Kronstadt. Ein Musiker und Dichter des   16. Jahrhunderts, in: Staatsanzeiger für Württemberg, 1924 Nr. 8, 149 ff. (Besondere Beilage)

Reinerth, Karl , 1979: Georg Reiphius Pfarrer in Sindelfingen. In: Jahrbuch/Hauskalender 24, 85.

Ritter, Ernst, 1976: Das Deutsche Ausland-Institut in Stuttgart 1917ñ1945. Wiesbaden, S. 56.

Schmid, Hartmut Karl Heinrich, 1993: Marcellus Honterus (1544-1572). Zur Suche nach einem möglichen Nachkommen des Reformators Johannes Honterus in Oberösterreich. In: Siebenbürgische Familienforschung 10, 58 ff.

Schmidgall, Georg, 1979: Das Corps Transylvania zu Tübingen (1855-1857). In: Jahrbuch/Hauskalender 24, 160 ff.

Schuller, G. A., 1926: Einwanderung von Württemberger im 18. Jahrhundert. In: Kirchliche Blätter 1926, 385, 467 f.

Seith, Karl, 1940/41, 1951/52: Die Auswanderung aus dem Markgräflerland nach Siebenbürgen 1742-1751. In: Das Markgräflerland.

Teutsch, Friedrich, 1872: Die Studierenden aus Ungarn und Siebenbürgen auf der Hochschule in Heidelberg. In: Archiv d. Vereins für Siebenbürgische. Landeskunde 10, 182 ff.

Teutsch, Friedrich, 1922: Geschichte der evangelischen Kirche Siebenbürgens II., 116

Wagner, Ernst, 1998: Die Pfarrer und Lehrer der Evang. Kirche A. B. in Siebenbürgen I. Köln, Weimar, Wien.

Übersicht


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